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Geschichte der Volksbank Überherrn eG Das Bankgeschäft im Zeitraffer |
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Die Volksbank Überherrn eG schreibt seit mehr als 80 Jahren erfolgreiche Bankgeschichte. Wie wurde die Volksbank Überherrn eG zu dem, was sie heute ist? Was wurde erreicht? Wo stehen wir heute? Der eigentliche Vater des Gedankens, eine Spar- und Darlehenkasse in Altforweiler zu gründen, war der verstorbene langjährige Vorstandsvorsitzende Herr Nikolaus Haas-Schneider. Die historischen Informationen zur Entstehungsgeschichte verdanken wir einer lückenlosen Protokollierung des Mitbegründers und langjährigen Rendanten Herrn Balthasar Schneider. Am 18. März 1928 fand die Gründungsversammlung statt, in der die Spar- und Darlehenskasse Altforweiler geboren wurde. Herr Fries, der in dieser Versammlung zum Rendanten gewählt wurde, richtete in seinem Haus die Rechnerstube ein und es begann: Bis zum Jahresende 1928 wurden 13 Darlehen bewilligt, insgesamt 141.000 Frs., verglichen mit heutigen Verhältnissen mag dies wenig erscheinen, aber zum Vergleich diese Summe reichte damals für den Bau von 6 zweigeschossigen Wohnhäusern. Die Höhe von Spareinlagen oder anderer Bilanzpositionen kann nicht mehr angegeben werden, weil aufgrund des Krieges sämtliche Bilanzen bis 1943 verloren gingen. Mit der Rückgliederung des Saargebietes an Deutschland im Jahr 1935 war eine neuerliche Währungsumstellung verbunden, wobei 100 Frs. zum Kurs von 16,34 Reichsmark umgerechnet wurden. Bis Kriegsausbruch 1939 gehörten der Genossenschaft immerhin 149 Mitglieder an. Erst nach dem Kriegsende begann die Mitgliederzahl wieder stetig zu steigen und ist mittlerweile auf über 2.000 angewachsen. Nach dem Krieg musste die Genossenschaft neu anfangen. Ideen waren zerschlagen und vorhandene Reserven sind dem Krieg zum Opfer gefallen. 1947, aus dem übrigen Reichsgebiet ausgegliedert erhielt das Saargebiet kurzfristig seine eigene Währung. Für 1 Reichsmark gab es 1 Saarmark, die bereits im November 1947 wieder in Französische Franken im Verhältnis 1 zu 20 umgetauscht wurde. Trotz der schweren Folgen des Krieges nahm die genossenschaftliche Arbeit wieder einen Aufschwung. Der französische Markt öffnete seine Pforten zur Saar hin, das Geld hatte wieder Kaufkraft, Kontingentierungen und Lebensmittelkarten fielen weg, die schlimmste Notzeit war überstanden. Bedingt durch den großen Nachholbedarf in der Bevölkerung und die Möglichkeit alle Waren frei zu kaufen, fielen die Einlagen der Spar- und Darlehenskasse Altforweiler bis zum 31.12.1951 sogar auf 10 Mio Franken zurück. Bis zur wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes im Jahre 1959 hielt die Genossenschaft immerhin wieder 96 Mio Franken oder umgerechnet rund 817 TDM (418 TEUR). Im Jahr 1953 wurde in Altforweiler mit dem Bau eines eigenen Bank- und Lagergebäudes begonnen, 3 Jahre später eröffnete am Bahnhof in Überherrn die erste Zweigstelle, eine Holzbaracke auf 64 Quadratmetern, aber vorerst ausreichend für das Waren- und Geldgeschäft. Durch die damalige Konzipierung der Wohnstadt, die damals im Endstadium über 10.000 Einwohner haben sollte, sah die Genossenschaft für die kommenden Jahre eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. So erwarb die Bank im Jahre 1958 das Anwesen in der Differter Straße, in der von 1966 bis 1982 dann die Hauptstelle der Bank untergebracht war. Am 5. Juli 1959, dem sog. Tag X, hatte unsere Genossenschaft eine Bilanzsumme von 113 Mio Franken bzw. umgerechnet rund 960 TDM (491 TEUR). Für 10.000 Franken gab es damals 85,07 DM (43,50 Euro). Im Sog des wirtschaftlichen Aufschwungs begann für die mittlerweile umbenamte Raiffeisenkasse ein beachtlicher Aufstieg. Neue Geschäftszweige wurden aufgenommen und bestehende intensiviert. Die Mitgliederzahlen stiegen in die Höhe, ebenso Kredite und Kundeneinlagen. Die Anforderungen an die genossenschaftlichen Banken nahmen immer mehr zu, der bargeldlose Zahlungsverkehr gewann schnell an Bedeutung, die Raiffeisenkasse erzielte ständig Zuwachsraten über dem Landesdurchschnitt. Nach der Umfirmierung im Jahre 1970 von Raiffeisenkasse in "Volksbank" stellte man Überlegungen an, die gesamte Buchhaltung auf die Buchungsgemeinschaft Saar - heute FIDUCIA IT AG - zu übertragen. Die Umstellung erfolgte im Mai 1973. Nach der Fusion mit der ehemaligen Raiffeisenkasse Berus im Jahre 1975 stieg die Bilanzsumme der Genossenschaft auf 16 Mio DM (8,2 Mio EUR) an. Das Geschäftsvolumen konnte von Jahr zu Jahr vergrößert werden, das Bankgebäude platzte sprichwörtlich aus allen Nähten, der Gedanke an den Neubau eines Bankgebäudes entstand bereits 1978 und wurde 1982 realisiert. Ein repräsentatives Bankgebäude, unmittelbar neben dem damaligen Anwesen, wurde eingeweiht und hiermit wurden die Weichen gestellt für die Zukunft der Bank - die Weichen für eine weitere Aufwärtsentwicklung. Zu diesem Zeitpunkt bilanzierte die Volksbank Überherrn eG ein Volumen von 34 Mio DM (17,4 Mio EUR). Rund 30 Mio DM (15,3 Mio EUR) an Kundeneinlagen und 20 Mio DM (10,2 Mio EUR) Kundenkredite waren in diesem Volumen enthalten. Die durch den Neubau erhoffte Aufwärtsentwicklung ließ nicht lange auf sich warten. In modernsten Räumlichkeiten und mit neuem Dienstleistungsangebot, wie z.B. Nachttresoranlage, Kunden- und Wertschließfächern galt es nun den gestiegenen Anforderungen an das Bankgeschäft gerecht zu werden. Von Jahr zu Jahr konnten unsere Marktanteile ausgebaut werden, in allen Bereichen wurden positive Entwicklungen registriert. Die Einführung von EDV-Systemen im Jahr 1988 brachte effektivere Arbeitsabläufe und zusätzliche Freiräume für eine kundenorientierte Beratung. Sieben Jahre nach Öffnung des neuen Hauptstellengebäudes, im Sommer 1989, folgte der Umzug der Zweigstelle Berus in das neue Gebäude in der Brunnenstraße. Bis 1992 war das Geschäftsvolumen der Volksbank Überherrn eG auf rd. 68 Mio DM (34,8 Mio EUR) angewachsen - mit anderen Worten eine Verdoppelung in den letzten 10 Jahren. Seit Mitte der neunziger Jahre stehen unseren Kunden Kontoauszugsdrucker und Geldausgabeautomaten zur Verfügung, die eine Bargeldversorgung auch außerhalb der Schalteröffnungszeiten sicherstellen. Noch vor dem Start ins neue Jahrtausend, wurde der Neubau für die Filiale Altforweiler Ende 1999 fertig gestellt. Auch hier stellte man dem Kunden neben Wertschließfächern auch Kontoauszugsdrucker und Geldautomat zur Verfügung. Die Präsenz der Bank in Überherrn und in den Ortsteilen Altforweiler und Berus ist in dem heutigen sich massiv verschärfenden Wettbewerb für uns nach wie vor oder besser gesagt, gerade in der heutigen Zeit die wichtigste Voraussetzung, unsere Kundennähe zu präsentieren. Dass die Volksbank Überherrn eG an den innovativen Entwicklungen der Informations-Technologie teilnimmt, zeigen die heute praktizierten Vertriebswege. Den Kommunikationsweg mit seiner Bank wählt der Kunde selbst unabhängig von Ort und Zeit: Ob Home-Banking per Internet, Telefonbanking oder Handy-Banking. Die Verlagerung von Transaktionen auf elektronische Vertriebswege eröffnet zudem die Möglichkeit den Servicebereich zu entlasten und gleichzeitig die persönliche Beratung zu intensivieren. Während es Ende der 50er Jahre bundesweit noch ca. 12.000 selbständige Kreditgenossenschaften gab, sind es heute lediglich noch rd. 1.200. Im gleichen Betrachtungszeitraum haben sich im Saarland die 224 eigenständiger Kreditgenossen- schaften auf heute nunmehr 12 selbständige Institute reduziert. Die Volksbank Überherrn eG ist unter den 12 saarländischen Genossenschaftsbanken die kleinste Volksbank, wenn man das Bilanzvolumen als Vergleichsmaßstab zugrunde legt. Viel wichtiger als der Vergleich von Größe oder Volumen - also Quantität - und sicherlich auch betriebswirtschaftlich sinnvoller, bleibt der Vergleich unter Qualitätsgesichtspunkten. Hierbei gehört die Volksbank Überherrn eG sowohl unter Ertrags-, als auch unter Risikoaspekten zu den erfolgreichsten Instituten saarlandweit, ja sogar bundesweit. Gerade unsere Unternehmensgröße und unsere flexible Geschäftspolitik, mit der sich unser engagiertes Mitarbeiterteam identifiziert, versetzen unsere Genossenschaft erst in die Lage, kundenorientiert alle Finanzdienstleistungen anzubieten. In seiner Festrede anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Volksbank Überherrn eG, am 13.10.1978, beschreibt das langjährige Vorstandsmitglied, Herr Helmut Klein, die Gründung unserer Genossenschaft folgendermaßen: "Das Bäumchen war nun in dieser Gründungsversammlung gepflanzt worden. Jetzt braucht es nur die Pflege, damit es wachsen und Früchte tragen kann." Heute, nach mehr als 80 Jahren, stellen wir fest, das Bäumchen ist angewachsen und wurde von den verantwortlichen Gärtnern gut gepflegt, es trägt Jahr für Jahr gesunde Früchte, es ist im Laufe der Jahre auch stetig gewachsen, es zählt heute - verglichen mit den anderen Bäumen der Bankenlandschaft - wohl eher zu den Bonsais, aber ein Bonsai, der mit gesunden Wurzeln und Dank intensiver Pflege auch in Zukunft eine erfolgreiche Ernte verspricht. |
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